Der Klettersteigführerschein

Mehr Sicherheit – mehr Vergnügen

Das Klettersteiggebiet Nr. 1

Vor der atemberaubenden Kulisse der Dachsteinsüdwände breitet sich das Sonnenplateau der Ramsau aus. Inmitten der Urlaubsregion Schladming Dachstein erstreckt sich in einer Seehöhe zwischen 1000 und 3000 Metern Das Klettersteigparadies für jung und alt. Mit 26 Klettersteigen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen können sich Senkrechtstarter so richtig austoben. Hinzu kommen drei Jugendklettersteige und der Kinderklettersteig Kali. Denn auch die Kleinsten starten in Ramsau ganz groß durch. Der Klettersteig hat in Ramsau am Dachstein eine lange Tradition. Der Älteste Klettersteig der Ostalpen, „die Randkluft“ die zum Gipfel des hohen Dachsteins führt, ist ein Teilstück der sogenannten Via Ferrata. Diese setzt sich aus den Klettersteigen „Anna“ und „Johann“ zusammen und bildet mit über 1200 Höhenmetern eine der längsten und anspruchsvollsten Touren der Alpen.

Der Klettersteigschein

Für alle Neueinsteiger, aber auch bereits Geübte Alpin – Sportler eignet sich der Klettersteigschein hervorragend. Thematisiert wird nicht nur die richtige Ausrüstung, sondern vor allem die Einschätzung des Gebirges, Gefahren bei Nichteinhaltung der Sicherheitshinweise, und Kenntnisse für die Schwierigkeitsbewertung. Die Klettersteige in der Ramsau sind mit einem übersichtlichen und einheitlichen Bewertungssystem versehen, sodass man die Schwierigkeit selbst gut einschätzen kann. Von der Einstufung „A“ = leicht bis hin zu „E“ = extrem schwer reichen die Schwierigkeitsgrade. Gemeinsam mit dem Tourismusverband und den Ramsauer Bergführern wurde ein Klettersteigführerschein entwickelt, um das Klettersteiggehen so sicher wie möglich zu machen.

Klettersteigführerschein
Klettersteig
Kinderklettersteig

Klettern als Entschleunigung

Ganz im Kontrast zum Laufen oder Joggen ist das Klettern eine Sportart, wo man sich Tritt für Tritt aufs Wesentliche konzentrieren muss. Der Nächste Schritt ist die Zukunft, der vorangegangene Schritt die Vergangenheit. So hat es Hanspeter Eisendle, ein Südtiroler Profi-Alpinist treffend ausgedrückt. Es geht beim Klettern ganz und gar nicht um Geschwindigkeit, um eine Zeit, die man unterbieten muss, sondern vielmehr um das Gefühl, in diesem Moment selbst die Verantwortung für sich übernehmen zu müssen. Und vor allem den Fels oder die Wand sicher bezwingen bzw. besteigen zu können. In Zeiten wie diesen, kann man wahrscheinlich nichts besser gebrauchen, als etwa Zeit für sich zu haben, zu sich selbst zu finden, sich selbst auch herausfordern und das Hamsterrad für einige Tage zu verlassen. Die Erfahrung vom Klettersteiggehen zu machen, wenn die Ramsau vergoldet ist, sozusagen wenn sich die Ahornbäume im herbst verfärben, ist wohl einer der entspannendsten Urlaube die man verbringen kann.